Ausgebildet als klassischer Pianist und Musiktheoretiker, ist sein vielseitiges künstlerisches Betätigungsfeld heute vor allem von der Improvisationskunst geprägt. Er gehört zu den wenigen Pianisten der Gegenwart, die sowohl im Bereich des Jazz als auch der Klassik wie selbstverständlich zuhause sind. 

 

Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit steht das Jazztrio mit Matthias Daneck (drums, bis 2020 Harald Rüschenbaum) und Bernd Heitzler (b), für das er komponiert und die Arrangements schreibt. Mit diesem Trio veröffentlichte er die Alben badinerie, tristanesque und triosonate - chamber jazz explorations

 

In Zusammenarbeit mit bekannten deutschen Kabarettisten wie Matthias Deutschmann, Georg Schramm oder Hanns-Dieter Hüsch setzte Helmut Lörscher seine außergewöhnliche Fähigkeit zur stilgebundenen Improvisation effektvoll ein, was auch zu gemeinsamen Fernseh- und Rundfunkproduktionen führte. 

 

Sein Konzertpublikum verblüfft er immer wieder mit Solo-Improvisationen über auf Zuruf gegebene Themen verschiedener Epochen der Musikgeschichte – so geschehen bei den Improvisationstagen der Hochschule für Musik Freiburg 2011 an der Seite des amerikanischen Pianisten Robert Levin. Seine stilgebundenen Variationen über das Badner Lied gelten mittlerweile als legendär. 

 

Er wird auch als Begleiter und Kammermusiker in verschiedenen Kontexten geschätzt. So gastierte er u.a. als Solist in George Gershwin´s Rhapsody in Blue mit der Jungen Kammerphilharmonie Freiburg. 

 

Helmut Lörscher lebt mit seiner Familie in Müllheim (Baden), er lehrt als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg. Nach seiner Emeritierung (zum Wintersemester 2024) wird er sein künstlerisches Wirken als Pianist, Komponist und Improvisationskünstler fortführen.

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